MIT Paderborn fordert mehr Tempo bei der Verwaltungsdigitalisierung

Datum des Artikels 22.04.2026
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MIT Paderborn bei OWL-IT: Digitalisierung braucht klare politische Prioritäten statt neuer Bürokratie

MIT Paderborn bei OWL-IT: Digitalisierung braucht klare politische Prioritäten statt neuer Bürokratie
Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) Paderborn hat die OWL-IT am Standort Paderborn besucht, um sich aus erster Hand über die Herausforderungen der Verwaltungsdigitalisierung, der IT-Sicherheit und der kommunalen IT-Infrastruktur zu informieren. Für die MIT wurde dabei deutlich: Eine moderne, leistungsfähige und sichere Verwaltung ist ein entscheidender Standortfaktor für Bürger, Unternehmen und den gesamten Mittelstand im Kreis Paderborn.
An dem Besuch nahmen unter anderem der MIT-Kreisvorsitzende und Kreistagsmitglied Daniel Greve, der Fraktionsvorsitzende im Kreistag Hanswalther Lüttgens, Nico Grosse, Stadtrat aus Bad Lippspringe, sowie weitere Vertreter aus Wirtschaft, Mittelstand, kommunaler Politik und Unternehmerschaft teil. Seitens der OWL-IT begleiteten Matthias Stoller, Patrick Feldmann, Jochen Dickgreber und Torsten Fisahn den Austausch.
Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Erkenntnis, dass Verwaltungsdigitalisierung weit mehr ist als die Einführung neuer Software. Sie ist ein tiefgreifender Veränderungsprozess, der funktionierende politische Rahmenbedingungen, verlässliche Finanzierung, klare Zuständigkeiten und den Willen zu echter Modernisierung voraussetzt. Aus Sicht der MIT reicht es nicht aus, immer neue Aufgaben, Standards und Berichtspflichten zu formulieren. Wer Digitalisierung ernst meint, muss Prozesse vereinfachen, Entscheidungsspielräume erweitern und die Umsetzung vor Ort konsequent unterstützen.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Resilienz der digitalen Infrastruktur. Die MIT-Delegation zeigte sich beeindruckt von der hohen Ausfallsicherheit der Rechenzentren, den Vorkehrungen im Business Continuity Management und der professionellen Vorbereitung auf Krisen- und Katastrophenszenarien. Gerade in Zeiten wachsender Cyberbedrohungen wurde deutlich, wie wichtig starke kommunale IT-Dienstleister für die Handlungsfähigkeit des Staates und den Schutz sensibler Daten sind.
Auch das Thema Informationssicherheit spielte eine zentrale Rolle. Für die MIT steht fest: Cybersicherheit ist längst keine Randfrage mehr, sondern eine Kernaufgabe staatlicher Handlungsfähigkeit und wirtschaftlicher Stabilität. Das gilt für Behörden ebenso wie für kleine und mittlere Unternehmen. Die Erfahrungen der OWL-IT zeigen, dass Sicherheitsprozesse, Verlässlichkeit und klare Verantwortlichkeiten unverzichtbar sind, um den digitalen Wandel erfolgreich zu gestalten.
Matthias Stoller, Sprecher der Geschäftsleitung der OWL-IT, erklärte:
„Wir freuen uns sehr über den Besuch der MIT und die angeregte Diskussion mit den Unternehmern. Sie hat gezeigt, dass der Mittelstand einen ausgeprägten Sinn für die Chancen der Digitalisierung hat. Wirtschaft und Kommunen sind zentrale Säulen unserer Gesellschaft, und die OWL-IT und die MIT arbeiten daran, diese modern, flexibel und zukunftsfähig zu gestalten.“
Der MIT-Kreisvorsitzende Daniel Greve erklärte im Anschluss an den Besuch:
„Der Austausch mit der OWL-IT hat sehr deutlich gemacht, wie komplex und zugleich wie entscheidend die Digitalisierung unserer Verwaltungen ist. Wir haben hoch engagierte Mitarbeiter und Führungskräfte erlebt, die mit großer Kompetenz und Verantwortung an diesen Zukunftsaufgaben arbeiten. Gleichzeitig ist klar: Damit Digitalisierung wirklich gelingt, müssen Bund, Länder und Kommunen die richtigen Rahmenbedingungen schaffen. Wir brauchen mehr Tempo, mehr Mut zur Modernisierung und weniger lähmende Bürokratie.“
Auch der Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Hanswalther Lüttgens, betonte die politische Dimension des Themas:
„Eine leistungsfähige digitale Verwaltung ist kein Luxus, sondern Voraussetzung für einen starken Standort und für das Vertrauen der Bürger in einen funktionierenden Staat. Wer kommunale Ebene und Mittelstand stärken will, muss Digitalisierung ermöglichen statt sie durch immer neue Vorgaben zu bremsen.“
Für die MIT Paderborn ist der Besuch bei der OWL-IT ein wichtiges Signal: Die Kompetenz, das Engagement und die technische Stärke sind in der Region vorhanden. Jetzt kommt es darauf an, die politischen Weichen richtig zu stellen. Notwendig sind verlässliche Rahmenbedingungen, mehr Flexibilität in der Umsetzung und ein gemeinsames Verständnis dafür, dass ein moderner Staat auch digital funktionieren muss.
Die MIT Paderborn bedankt sich bei der OWL-IT ausdrücklich für den offenen, transparenten und konstruktiven Austausch.
Bildquelle: Matthias Stoller / OWL-IT