MIT Laatzen bringt Cybersicherheit auf Temperatur

Datum des Artikels 25.06.2026
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Draußen brütende Hitze, drinnen ein Thema, das Unternehmen noch deutlich stärker ins Schwitzen bringen kann: Cybersicherheit. Die MIT Laatzen hatte zu einer Veranstaltung in die Räume der Grass-Merkur GmbH & Co. KG eingeladen – und die wirklich Interessierten kamen trotz sommerlicher Temperaturen.

„Die Bedrohungslage im Cyberraum hat sich in den vergangenen Jahren weiter verschärft“, machte der Stadtverbandsvorsitzende der MIT Laatzen, Eric Silver, deutlich. Cyberangriffe seien längst kein Randthema mehr für IT-Abteilungen, sondern ein handfestes Geschäftsrisiko – mit Folgen, die schnell teuer werden können.

Jährlich entstehen der deutschen Wirtschaft durch Cyberangriffe Schäden in dreistelliger Milliardenhöhe. Unternehmen jeder Größe stehen damit vor der Aufgabe, IT-Systeme, Daten und Geschäftsprozesse wirksam zu schützen. Hinzu kommt wachsender regulatorischer Druck, etwa durch NIS2 und weitere europäische Vorgaben. Kurz gesagt: IT-Sicherheit ist nicht mehr Kür, sondern Pflichtprogramm – und ein entscheidender Baustein für Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit.

Den fachlichen Blick auf die kommenden Anforderungen lieferte Thomas Althammer, Geschäftsführer der Beratung Althammer & Kill. Unter dem Titel „Cyberresilienz 2026: Anforderungen und Lösungen von heute bis morgen“ zeigte er auf, worauf sich Unternehmen einstellen müssen.

Seine Botschaft war klar: Cybersicherheit ist Chefsache – und zwar per Gesetz. Cybervorfälle gelten inzwischen als größtes Geschäftsrisiko, Betriebsunterbrechungen folgen direkt dahinter. Althammer erläuterte zudem die Bedeutung kritischer Infrastrukturen und betonte, dass auch kleine und mittlere Unternehmen ihr Sicherheitsniveau deutlich stärken müssten.

Im Mittelpunkt stand dabei die Europäische Cyberrichtlinie NIS2. Sie betrifft unter anderem Betriebe mit mindestens 50 Mitarbeitern oder mehr als 10 Mio. Euro Jahresumsatz, sofern sie bestimmten Bereichen zuzuordnen sind. Gefordert werden Risikomanagement, Nachweisfähigkeit, Registrierung, Meldepflichten, Kundeninformation sowie eine aktive Umsetzung durch die Geschäftsleitung.

Wer das Thema auf die lange Bank schiebt, könnte später unsanft geweckt werden: Da die Richtlinie bereits jetzt in Kraft sei, drohten empfindliche Bußgelder.


Markus Dietz, Leiter Business Development und Vertrieb der Grass-Merkur GmbH & Co. KG, ergänzte den Praxisblick. Digitale Souveränität brauche nicht nur gute Absichten, sondern auch eine kontrollierte und belastbare Infrastruktur.

Nach Vortrag und Diskussion erhielten die Teilnehmer zudem einen Einblick in das Leistungsspektrum von Grass-Merkur. Das Fazit des Abends: Wer Cybersicherheit erst dann ernst nimmt, wenn der Angriff läuft, kommt zu spät – besser ist es, vorbereitet zu sein, bevor es heiß wird.

Foto: MIT SV Laatzen

Foto 1: Markus Dietz, Eric Silver und Thomas Althammer (v. l. n. r.)

Foto 2: Trotzten draußen der brütenden Hitze – und drinnen einem heißen